Die Projekte

Förderungen in der Vergangenheit

Mit kleineren Summen unterstützte die Stiftung einige gemeinnützige Projekte, von denen im Folgenden eine exemplarische Auswahl dargestellt ist.

Doppel-Förderung für das Straßenmagazin draußen zwischen Weihnachtsmarkt und Sommerfest

Jeder kennt es, das Straßenmagazin draußen. Wer sich ein wenig Zeit nimmt für die Lektüre, stößt auf spannende Reportagen ebenso wie auf interessante vorgestellte Projekte. Hinter den Heften steckt der gleichnamige Verein zur Unterstützung Obdachloser, die immer umfangreicher und dringlicher wird. Innerhalb unserer Stiftung herrschte nach einem intensiven Austausch mit den Verantwortlichen von draußen Konsens, den Verein finanziell für zwei Projekte zu unterstützen:

Mit einem Teil der Gelder wurden im Dezember 2024 Weihnachtstüten für die Obdachlosen mit Gutscheinen von Supermärkten und Drogerien gefüllt, damit die Betroffenen selbstbestimmt kaufen konnten, was sie für sich am meisten benötigten und/oder wünschten. Entsprechend groß war die Freude auf dem Münsteraner Weihnachtsmarkt, wo sich draußen mit einem eigenen Stand präsentierte.

Ein zweiter Betrag floss in die Ausrichtung des Sommerfestes wenige Monate später, Anfang Juli 2025 im Münsteraner Zoo. Hier ging es darum, das 30-jährige Vereinsbestehen zu begehen und allen Verkäufer*innen und ehrenamtlichen Helfer*innen zu danken. Vereinsmitglieder, Verkäufer*innen und Gäste kamen in Kontakt und blickten stolz auf das zurück, was draußen seit Jahrzehnten leistet und weiter mit großem Einsatz leisten wird.

Draussen Münster
Spende Draußen Münster

Die „Schlauberger“-Patenschaften – ein Zuschuss für kluge Projektideen

Kinder mit Migrationsgeschichte benötigen Unterstützung. Basierend auf dieser festen Überzeugung gründete die GGUA Flüchtlingshilfe e.V. in Münster vor zwanzig Jahren das Pat*innen-Projekt „Schlauberger“. Dort helfen ehrenamtlich engagierte Erwachsene Schulkindern mit Flucht- und Migrationshintergrund bei den Hausaufgaben und beim Deutschlernen. Darüber hinaus trifft sich ein*e Ehrenamtliche*r ein- bis zweimal pro Woche mit seinem*ihrem Kind, sei es in der Schule, beim Kind zuhause oder in der Stadtbücherei, um die Hausaufgaben zu erledigen, Deutsch zu üben, zu lesen und zu spielen.

Entsprechend schnell waren wir von Fairmächtnis uns einig, dass niedrigschwellige, praktische Arbeit wie die der Patinnen und Paten unbedingt zu fördern sei. Diese Art von Ehrenamt ist unersetzlich, zumal die Eltern an dieser Stelle nicht in gleicher Weise für ihren Nachwuchs tätig werden können. Insgesamt sind es derzeit hundert Kinder und Jugendliche, die von ihrer Patin oder ihrem Paten auf ihrem persönlichen Bildungsweg aktiv begleitet werden – der Bedarf ist deutlich höher.

Von der geleisteten Unterstützung finanziert die Flüchtlingshilfe Schulungen für ihre Patinnen und Paten, die von erfahrenen Lerntherapeut*innen durchgeführt werden. Außerdem werden Angebote der Freizeitgestaltung geschaffen, in denen es (über Wortschatz und Grammatik hinaus …) um sportliche Aktivitäten, Workshops oder Bastel-Nachmittage geht.

Kulturliste – Teilhabe für alle!

Bedürftigen Menschen die Möglichkeit geben, am öffentlichen Leben teilzunehmen, etwa in Gestalt von Kultur- und Sport-Veranstaltungen. Diesem Ziel hat sich die Kulturliste verschrieben, ein in anderen Städten seit Jahren bewährtes Format, das seit Anfang 2023 auch in Münster seinen Platz hat. Da auch Preußen Münster der Initiative regelmäßig Eintrittskarten zur Verteilung zukommen lässt, lud Geschäftsführer Ole Kittner zur Übergabe der Spende kurzerhand auf die Haupttribüne ins Stadion ein. Mit der finanziellen Zuwendung i.H.v. € 2.500,00 möchten die Verantwortlichen der Kulturliste zum einen den eigenen Stamm an Gästen sukzessive erweitern und zum anderen mit ihrer Arbeit präsenter in der Stadtöffentlichkeit werden.Kulturliste – Teilhabe für alle!

Kinderschutzbund – Wenn alles zu viel wird …

In ihrer Größe und Farbenpracht sind sie kaum zu übersehen, die neuen Sticker, mit denen der Kinderschutzbund Münster seine umfassende Kampagne startet. Diese verfolgt das Ziel, Kinder und Jugendliche auf die „Nummer gegen Kummer“ ebenso aufmerksam zu machen wie auf die Verbandstätigkeit im Ganzen. Die Programmatik des Schutzbundes, die Rechte von Kindern zu stärken und ihnen breite Unterstützung zu bieten, überzeugte den Stiftungsrat prompt. Folglich wurde noch vor dem Sommer 2024 ein Termin zur Übergabe der € 2500,00 vereinbart und umgesetzt – zur großen Freude aller Verantwortlichen und mittelfristig sicher auch der jungen Menschen, die von diesem Angebot profitieren.

Entwicklungspolitischer Nord-Süd-Preis

Im Jahr 2003/2004 stellte die Stiftung der Stadt Münster zusätzlich zu den von der Stadt ausgelobten 5.000 EUR weitere 2.000 EUR zur Aufstockung des Preisgeldes zur Verfügung. Die Gelder wurden an Initiativen vergeben, die die Ursachen für die unterschiedliche Entwicklung in der Einen Welt bewusst machen.

Schülerfirmen

Schülerfirmen erfreuten sich in der Partnerstadt Osnabrück zunehmender Beliebtheit. In Münster führten sie Anfang der 2000er Jahre noch ein bescheidenes Dasein. Deshalb sammelte die Stiftung einige Mittel an und prämierte innovative Schülerfirmen im Rahmen von 2 Wettbewerben (2006 und 2009). Im Sinne der Ziele der Stiftung bieten Schülerfirmen besonders viele Chancen. Schülerfirmen holen Lebenswirklichkeit in die Schule. Hier agieren Schülerinnen und Schüler mit realen Produkten und Dienstleistungen am Markt und machen Umsatz und Gewinn z. B. mit Brötchenverkauf in der Cafeteria ihrer Schule.

Die Erfahrung in Projekten zeigt, dass dies einen großen Motivationsschub bei den Schülern bewirkt. Sie fühlen sich ernst genommen, sie können tatsächlich etwas bewegen, sie sind die Aktiven und nicht die Zuhörenden und sie stehen im Arbeitszusammenhang der Firma gleichberechtigt neben den Lehrerinnen und Lehrern. Chef ist nämlich in der Regel eine Schülerin oder ein Schüler, die Lehrer treten in die Rolle der Moderatoren und Unterstützer zurück. Es sind zunehmend nicht mehr die Lehrer, die einfache Verhaltensregeln wie regelmäßige Anwesenheit, Pünktlichkeit und Verlässlichkeit anmahnen, sondern die Schüler merken selbst, dass Aufträge nur pünktlich zur Zufriedenheit der Kunden erledigt werden können, wenn alle verlässlich mitziehen. Die von der Stiftung ausgewählten Schülerfirmen erhielten in den beiden Wettbewerben jeweils 5.000 bzw. 7.500 EUR. Die Preisgelder wurden im Festsaal des Rathauses der Stadt Münster durch die stellvertretende Bürgermeisterin, Frau Reismann, und Vertreter der Stiftung überreicht.

Fair-Award-Münster

Im Jahr 2012 kreierte die Stiftung den ‚Fair-Award-Münster‘. Der Preis sollte besonders fair handelnde Privatpersonen, Initiativen oder kleinere Unternehmen in Anerkennung ihrer Aktivitäten auch unter Berücksichtigung von ökologischen und demokratischen Aspekten auszeichnen. Je 2.500 EUR erhielten die Initiativen.

Streuobstwiese des NABU Münster

Der Verein sammelt Streuobst, kauft es zu existenzsichernden Preisen den Bauern ab und lässt es zu Most weiterverarbeiten.

Fairmächtnis Münster

fairPla.net

fairPla.net investiert u.a. im Münsterland und in armen Ländern des globalen Südens in nachhaltige Energieprojekte. Die Erträge fließen in den Klimaschutz und die Armutsbekämpfung z.B. durch den Aufbau von Photovoltaikanlagen in den ärmeren Ländern.

Projekt Fair-streiten-lernen

des Vereins Haus Kloppenburg e.V. entwickelt und trainiert Ansätze zur fairen Streitbeilegung unter Schülern.

Waldschule Münster Kinderhaus – Förderung von Mobilität

Ortstermin am Waldrand – in den Duft der Bäume mischt sich der Geruch von Reifengummi, Schweiß und Kettenfett. Kein Wunder angesichts des Großprojekts pedal power, das hier seit einigen Jahren mit hohem Engagement betrieben wird. Die Schülerinnen und Schüler erwerben nicht nur grundlegende Kenntnisse für die Instandhaltung und Reparatur ihrer Fahrräder, sondern werden mittels gemeinsamer Touren ermuntert, das Rad als attraktive Alternative zu Bus und Bahn zu begreifen und somit die eigene Mobilität zu verbessern. Der überreichte Scheck i.H.v. € 2.500,00 trägt dazu bei, den Werkstattbereich mit dringend benötigtem Werkzeug sowie den schuleigenen Leihpark mit Zweirädern auszustatten.